9-to-5, 24/7, 1000 Dinge auf der To-Do-Liste. Was auch immer es sein mag – wenn Sie sich auf die Suche nach einer Psychotherapie begeben, ist die Chance hoch, dass Sie beruflich und / oder privat mehr als genug ausgelastet sind. Insbesondere natürlich, wenn Sie an einem Burnout-Syndrom oder anderen stress-assziierten Störungen leiden. Wenn Ihnen nun bewusst geworden ist, dass Zeit in der Natur hilfreich ist, um Ihren Akku wieder aufzuladen, fragen Sie sich vielleicht, wie genau Sie diese Erkenntnis nun umsetzen können. Jedenfalls, wenn Sie nicht gerade überwiegend unter freiem Himmel arbeiten.

Wie so oft, ist es hilfreich, sich im 0. Schritt darüber im Klaren zu werden, ob man einem Thema (hier: der Natur) mehr Priorität im Leben einräumen möchte. Wenn die Antwort hierauf für Sie ein klares „Ja“ ist, werden Sie eher bereit sein, Zeit für sie freizuschaufeln und auch Hindernisse zu überwinden. Hier kommen nun ein paar Tipps aus der Psychotherapie, wie es gelingen könnte, trotz eines vollen Terminkalenders mehr Zeit im Freien zu verbringen:

  1. Der Weg ist das Ziel: Effizienz und Schnelligkeit mag Vorteile haben – Ineffizienz und Langsamkeit ist aber oft genau das, was uns fehlt und uns bereichert. Nutzen Sie, auch wenn es länger dauert, möglichst Ihr Fahrrad; steigen Sie eine Haltestelle früher aus; parken Sie weiter weg.
  • Natur in den Arbeitsalltag integrieren: Das kann eine (Mittags-)pause im Park oder auch ein (Online-) Meeting oder eine Recherche auf der Terrasse sein. Vielleicht gibt es sogar die Möglichkeit, eine Besprechung spazierend abzuhalten? Und nicht vergessen: wenn etwas auf den 1. Blick abwegig klingt – blicken Sie tiefer, werden Sie kreativ. Um etwas in seinem Leben zu ändern, muss man Dinge anders machen.
  • Früher aufstehen: Ein Weg, um mehr Zeit in der Natur zu verbringen, besteht darin, früher aufzustehen. Ein morgendlicher Spaziergang oder eine Joggingrunde kann eine erfrischende Möglichkeit sein, den Tag zu beginnen.
  • Wochenendabenteuer planen: Planen Sie Ausflüge oder Kurzurlaube in die Natur. Auch hier – tun Sie Dinge abseits vom gewohnten Trott. Im Sommer erst um 19 Uhr noch eine Runde schwimmen gehen – zu spät oder fällt das vielmehr unter die Kategorie „Warum eigentlich nicht?“
  • Outdoor-Hobbys entwickeln: Investieren Sie Zeit in Outdoor-Hobbys wie Wandern, Radfahren, Klettern oder Camping. Diese Aktivitäten helfen, Ihre Bindung zur Natur zu stärken und gleichzeitig Spaß zu haben.
  • Technologie reduzieren: Verringern Sie die Zeit, die Sie vor Bildschirmen verbringen. Dies schafft nicht nur Raum für die Natur, sondern kann auch die Arbeitsproduktivität steigern.
  • Gemeinsam mit anderen: Wenn Sie sich mit Freunden oder Familie verabreden, wählen Sie nach Möglichkeit Outdoor-Aktivitäten. Umplanungen bei schlechtem Wetter (das es ja auch eigentlich gar nicht gibt) vorbehalten.
  • Meditation und Achtsamkeit: Nutzen Sie die Zeit in der Natur, um zur Ruhe zu kommen. Meditieren Sie oder praktizieren Sie Achtsamkeit, um den Moment vollständig zu genießen und Stress abzubauen. Wählen Sie wo immer möglich einen Ort, an dem Sie Tageslicht abbekommen. Gerne auch im Rahmen der Psychotherapie.
  • Kalendermanagement: Planen Sie Zeit in der Natur genauso sorgfältig wie Ihre Arbeitstermine. Setzen Sie sich feste Zeiten für Outdoor-Aktivitäten und halten Sie sich daran.

Es ist möglich, trotz eines vollen Arbeitszeitplans mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Der Schlüssel liegt darin, die Natur als eine wichtige Komponente Ihres Lebens zu betrachten und bewusst Zeit für sie einzuplanen. Die spürbaren positiven Auswirkungen auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden werden Sie motivieren, diesen Weg weiterzugehen. Und nicht vergessen: Werden Sie kreativ, gehen Sie neue Wege – vielleicht gemeinsam mit Ihrer TherapeutIn.

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